Ein Blackout ist ein großflächiger, länger andauernder Stromausfall. Die meisten von uns haben so etwas noch nie erlebt. Deshalb unterschätzen wir, wie schnell der Alltag stillsteht.
Die ersten Stunden
Licht, Herd, Kühlschrank und Internet fallen sofort aus. Weniger offensichtlich: Auch die meisten Heizungen laufen nicht mehr, weil Steuerung und Pumpen Strom brauchen – das gilt auch für viele Gas- und Ölheizungen.
Das Mobilfunknetz hält oft nur begrenzt durch, weil die Notstromversorgung vieler Sendemasten nicht auf lange Ausfälle ausgelegt ist. Festnetz über Router funktioniert ohne Strom gar nicht.
Nach einigen Stunden
- Bezahlen: Kartenzahlung und Geldautomaten funktionieren nicht. Wer kein Bargeld hat, kann nicht einkaufen – sofern Geschäfte überhaupt öffnen.
- Tanken: Zapfsäulen brauchen Strom.
- Wasser: Je nach Wohnort und Wasserversorger kann der Wasserdruck nachlassen, besonders in höheren Stockwerken.
- Kühlschrank: Lebensmittel erwärmen sich. Tür geschlossen halten verlängert die Kühlung um einige Stunden.
Fünf Dinge, die du vorbereitet haben solltest
- Licht: Taschen- oder Stirnlampen mit Ersatzbatterien. Kerzen nur mit Vorsicht.
- Information: Ein Radio mit Batterie oder Kurbel. Im Ernstfall informieren Behörden auch über das Radio.
- Wasser und Essen: Mindestens für einige Tage, besser für zehn. Mehr dazu im Beitrag Notvorrat anlegen.
- Wärme: Warme Kleidung, Decken, Schlafsäcke. Ein Raum, den ihr gemeinsam warm haltet.
- Plan: Wo trefft ihr euch, wenn ihr euch nicht erreicht? Wer kümmert sich um Kinder oder ältere Angehörige?
Vorsorge heißt nicht, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Sondern so vorbereitet zu sein, dass ein Stromausfall unangenehm wird – aber keine Krise.
Im Training Krisen- und Katastrophenvorsorge spielen wir genau diese Situation durch und erstellen deine persönliche Packliste.

